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Grunderwerbsteuer nach Bundesländern

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Nahezu immer wenn ein Haus gekauft wird, fällt die ortsabhängige Grunderwerbsteuer an. Die gesetzliche Grundlage für die Steuer ist das Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG). Hieraus geht hervor, dass bei dem Eigentumsübergang von einer Immobilie oder einem Grundstück die entsprechende Steuer bezahlt werden muss.

Berechnung der GrunderwerbsteuerLaut Gesetz müssen diejenigen die Steuerzahlung erbringen, die an dem Kauf als Vertragspartner beteiligt sind, also sowohl der Käufer als auch Verkäufer. In der Praxis wird jedoch meist vereinbart, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer alleine trägt. Bei einer Zwangsversteigerung oder Enteignung liegt die Steuerschuld endgültig nur bei dem Erwerber.


Sobald der Kaufvertrag bei dem Notar unterzeichnet, der Kaufpreis gezahlt und das Grundstück übergeben wurde, entsteht die Verpflichtung zur Zahlung der Grunderwerbsteuer. Die Steuer wird im Folgenden von dem örtlich zuständigen Finanzamt erhoben und wird in der Regel 1 Monat nach Zugang des Steuerbescheids fällig. Die Fälligkeit kann jedoch in Ausnahmefällen weiter nach hinten verschoben werden.


Wann wird keine Steuer fällig?
Bei gewissen Kaufvorgängen ist es nicht notwendig, eine Steuer an das Finanzamt zu zahlen. Diese Situationen sind in §3 GrEStG geregelt. Im Rahmen eines privaten Kaufs von Immobilien und Grundstücken zählen dazu die folgenden Ereignisse:

  • Kaufpreis des Grundstücks kleiner als 2.500,- Euro
  • Erwerb aufgrund Erbschaft oder Schenkung
  • Grundstücks- oder Immobilienkauf durch Miterben
  • Rückerwerb eines Grundstücks von einem Treuhänder
  • Kauf durch den Ehe- oder Lebenspartner und Verwandte 1. Grades
  • Erwerb durch den ehemaligen Ehegatten zur Vermögensteilung nach einer Scheidung


Daneben gibt es auch Regelungen, wodurch zum Beispiel Unternehmen, Staaten oder Wohnungsgenossenschaften keine Steuer erbringen müssen. Hierbei ist der Eigentumserwerb jedoch an dafür speziellen Bedingungen geknüpft, die erfüllt werden müssen und genauer mit einem Steuerberater besprochen werden sollten.


Höhe - Übersicht der Bundesländer
Die Grunderwerbsteuer wird fast immer prozentual von dem gezahlten Kaufpreis berechnet. Die genaue Höhe ist dabei von dem jeweiligen Bundesland abhängig. Momentan liegt die Spanne zwischen 3,5 und 5 Prozent. Die genaue Verteilung nach Bundesländern kann man der folgenden Aufstellung entnehmen:

Baden-Württemberg: 5%
Bayern: 3,5%
Berlin: 5%
Brandenburg: 5%
Bremen: 4,5%
Hamburg: 4,5%
Hessen: 5%
Mecklenburg-Vorpommern: 5%
Niedersachsen: 4,5%
Nordrhein-Westfalen: 5%
Rheinland-Pfalz: 5%
Saarland: 5,5%
Sachsen: 3,5%
Sachsen-Anhalt: 5%
Schleswig-Holstein: 5%
Thüringen: 5%

Der zu erbringende Steuerbetrag ist stets auf volle Euro abzurunden. Es wäre zudem möglich, dass ein Pauschalbetrag erhoben wird, wenn die Besteuerung dadurch übersichtlicher und das steuerliche Resultat nicht erheblich verändert wird. Daneben müssten sich das Finanzamt und der Käufer über dieses außerordentliche Vorgehen einig sein.

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