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Maklercourtage - Höhe bei Verkauf und Vermietung

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Frau möchte ihr Haus verkaufenWie in anderen Wirtschaftsbereichen auch arbeiten Immobilienmakler auf Provisionsbasis. Die Provision wird erst dann fällig, wenn der Auftrag erfolgreich erfüllt wurde. Im Immobiliensektor muss die Immobilie also je nach Wunsch an eine dritte Person vermietet oder verkauft worden sein. Bei einer Vermietung wird die sogenannte Maklercourtage ("Courtage" ist gleichbedeutend mit dem Wort "Provision") im Normalfall von dem Mieter getragen. Bei einem Verkauf ist es wiederum von dem genauen Provisionsmodell abhängig.

Ein Immobilienmakler ist dazu verpflichtet, die genauen Provisionssätze vor dem Vertragsabschluss mit dem Eigentümer in einem Beratungsgespräch zu klären. Bei der Gestaltung des Maklerauftrags hat man eine gewisse Freiheit, man ist jedoch auch an rechtliche Grundsätze gebunden, die unter anderem die maximale Höhe der Maklercourtage bestimmen.


Wie hoch ist die Maklercourtage?
Zuallererst muss man zwischen Vermietungen und Veräußerungen von Immobilien unterscheiden, um eine Aussage zu der Courtagehöhe machen zu können. Die gesetzlichen Richtlinien sind hier absolut unterschiedlich geregelt.

Wenn man sein Haus verkaufen möchte, ist die Maklercourtage von dem erzielten Verkaufspreis abhängig. Dabei wird ein Prozentsatz zwischen dem Verkäufer und dem Makler festgelegt, bevor der Hausverkauf in die Wege geleitet wird. Daneben wird auch direkt ausgemacht, von wem die Maklerprovision zu tragen ist. Abhängig von dem Standort der Immobilie kann eine Provision jeweils von dem Käufer als auch Verkäufer oder nur von einer Person erhoben werden. In stark nachgefragten Gegenden ist der Hausverkauf für den Verkäufer in der Regel ohne Maklerkosten verbunden.

Die Höhe der Vergütung bei einem Immobilienverkauf ist auch wiederum von der Lage und dem Wert der Immobilie abhängig. Sie sollte allerdings 7,14 Prozent des Verkaufspreises nicht übersteigen. In manchen Fällen ist es sogar möglich eine geringere Maklercourtage in Höhe von nur etwa 3,57 Prozent zu vereinbaren.

Andere Bestimmungen gibt es, wenn man ein Haus oder eine Wohnung vermieten möchte. Aufgrund gesetzlicher Regelungen ist im Rahmen einer Vermietung die Höhe der Maklergebühr begrenzt. Diese Gesetzgebung soll dem Wohnungsmarkt den notwendigen Freiraum lassen und Mietern die Möglichkeit geben, möglichst barrierefrei Wohnungen anzumieten. Aus diesem Grund darf die Maklercourtage die Höhe von 2 Monatsmieten (ohne Mehrwertsteuer) keinesfalls überschreiten. Die Kosten hierfür trägt üblicherweise nur der Mieter.


Welche Sätze sind nicht erlaubt?
Wie oben bereits erwähnt, dürfen bei einer Vermietung die Provisionen die Höhe von 2 Monatsmieten nicht übersteigen. Hier gibt es eine klare Vorschrift von dem Gesetzgeber.

Anders ist es bei einem Immobilienverkauf, wo es keine verbindliche gesetzliche Anordnung gibt. Die Provisionssätze können flexibel vereinbart werden. Die besagten Provisionssätze zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Verkaufspreises dienen lediglich als Richtlinie für die Makler, müssen aber nicht zwingend eingehalten werden. Aus diesem Grund kann die Courtage den Prozentsatz in bestimmten Fällen überschreiten. Um jedoch überhaupt einen Käufer finden zu können, werden die üblichen Gebühren im Normalfall eingehalten.

Was gesetzlich nicht vereinbar ist, sind exorbitante Gebühren, die bei einem Verkauf anfallen würden. Dies gilt als ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt (geregelt in §138 Abs. 1 BGB). Bei einem einfachen Immobilienverkauf können zum Beispiel Maklergebühren über 15 Prozent bereits als Überteuerung gelten und sollten von dem Verkäufer definitiv abgelehnt werden.


Fälligkeit der Courtage
Damit ein Makler einen Anspruch auf eine Maklercourtage hat, muss grundsätzlich ein Maklervertrag geschlossen worden sein. Im Rahmen der Vertragsvereinbarung wird festgelegt, dass der Immobilienmakler sich um den Verkauf oder die Vermietung der jeweiligen Immobilie erfolgsorientiert kümmern soll.

Die Courtage wird sofort fällig, wenn die folgenden Begebenheiten eingetreten sind:

  • Zustandekommen eines Vertrages (Kauf- oder Mietvertrag) und
  • Vertrag kommt aufgrund der Maklertätigkeit zustande


Die Fälligkeit kann allerdings auch nach hinten verschoben werden. So kann beispielsweise vertraglich vereinbart werden, dass die Zahlung erst fällig wird, sobald der Kaufpreis bei dem Verkäufer eingegangen ist.

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